Das Jahrhunderthaus ist ein authentischer Ort der Geschichte. In seinen Räumen verdichten sich jüdische und nicht-jüdische Familienbiografien im Spiegel deutscher Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Ein gewachsener, unverwechselbarer Ort – ein Jahrhundert gelebter Geschichte.
Eine nahezu original erhaltene Villa von 1921 – mit hohen Räumen und historischem Inventar.
Eine beispiellos dokumentierte jüdische und nicht-jüdische Familiengeschichte.
Ein Dialog zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Nachfahren.

Wir setzen uns dafür ein, dieses einmalige Haus zu erhalten und für kommende Generationen zu einem lebendigen Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Lernens zu entwickeln.
Unterstützerkreis Jahrhunderthaus Mainz
Das sind wir
Johanna Stein, Dieter Brockmeyer, Marion Witte, Sibylle Trost, Sergej Ivanov, Zoë Panzer, Gesa Birkmann, Dr. Thomas Jocks, Prof.Dr. Jörn Birkmann, Gisela Kirschstein

„Das Jahrhunderthaus ist eine regelrechte Zeitkapsel, die die jüngere deutsche Geschichte greifbar macht. Das Haus in dieser Form zu erhalten, wäre daher ein großer Gewinn, gerade in polarisierenden Zeiten wie heute."
Dieter Brockmeyer, Mitbegründer und Innovationsdirektor des Diplomatic World Institute, Brüssel
„Die Beschäftigung mit dem beispiellosen Zivilisationsbruch der Shoa ist für mich Triebfeder, in der Initiative Jahrhunderthaus Mainz mitzuwirken. Das Projekt verbindet die Lebensgeschichte der einstigen Bewohner mit unserer Gegenwart und baut eine Brücke des Erinnerns."
Dr. Thomas Jocks, Dipl.-Biologe, Mitglied im Förderverein Neue Synagoge Koblenz e.V.
„Das ‚Dritte Reich' und der 2. Weltkrieg waren die Zeit der größten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit. Die Aufarbeitung dieser Geschichte wurde nach dem Krieg sträflich vernachlässigt. Es ist höchste Zeit, hier entschlossen mehr zu tun."
Johanna Stein, Pädagogin, Enkelin eines jüdischen Arztes, der die NS-Zeit nicht überlebt hat
Das sagen die jüdischen und nicht-jüdischen Nachfahren der Familien aus dem Jahrhunderthaus in Mainz.
#1 Peter Weidhorn ist der Sohn von Ilse, die im Jahrhunderthaus Mainz aufgewachsen ist. Er reflektiert über die Gefahr der Umschreibung von Geschichte und die Bedeutung des Schutzes demokratischer Rechte in der heutigen Zeit.
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Es soll eine Stiftung gegründet werden, die das Haus trägt und weiterentwickelt. Ziel ist es, jüdische und nicht-jüdische deutsche Familiengeschichte im Kontext der globalen Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts für die Öffentlichkeit und nachfolgende Generationen erfahrbar zu machen – als Beitrag zur historischen Aufklärung, zur Stärkung demokratischer Werte und zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus.
Gesucht werden Persönlichkeiten und Institutionen aus Politik und Unternehmen, die diese Stiftung als Gründungspartner tragen und damit sichtbar Verantwortung für Geschichte und Zukunft übernehmen. Wer sich jetzt engagiert, investiert langfristig in demokratische Werte und in die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Deutschland und Europa und tritt Antisemitismus international entschieden entgegen.











Das Jahrhunderthaus in der Mainzer Oberstadt wurde Anfang der 1920er Jahre von Europas größtem jüdischen Stahlunternehmen Julius Sichel & Co. KG für den Direktor und seine junge Familie gebaut. In der Wirtschaftskrise übernahmen jüdische Kaufleute das Haus, die es Mitte der 1930er Jahre an den Großvater der Initiatorin verkaufen mussten – einen deutschen Juristen. So blieb es in Familienbesitz – bis heute.


Bau des Hauses durch den jüdischen Stahl- und Eisenhandelskonzern Julius Sichel & Co. KG – eines der bedeutendsten Eisen- und Stahlunternehmen Europas.
Verkauf an eine jüdische Kaufmannsfamilie mit Getreidehandlung am Mainzer Zollhafen.
Verkauf an einen Syndikus und Juristen. Sitz des Vereins Süddeutscher Cementhändler e.V. – Zeuge des Verschwindens jüdischen Wirtschaftslebens.
Französische Besatzung. Das Haus wird durch französische Besatzungsbehörden beschlagnahmt.
Familienbesitz. Aus der Recherche zur Familiengeschichte entsteht das Projekt, diesen Ort als öffentlich zugänglichen Forschungs-, Bildungs-, Dokumentations- und Begegnungsort in einer Stiftung zu entwickeln.
Unterstützerkreis Jahrhunderthaus Mainz
Unabhängiges Forum zur Entwicklung des Jahrhunderthauses
kontakt@jahrhunderthaus-mainz.com
Die Stadt Mainz ist Unesco-Weltkulturerbe für die Geschichte der SchUM-Städte, der jüdischen Geschichte des Mittelalters. Für die Zeit der Weimarer Republik und des Holocaust jedoch existieren kaum Erinnerungsorte, die Geschichte von Menschen und Familien lebendig, nahbar und authentisch vermitteln. Genau hier setzt dieses Projekt an.
Das Jahrhunderthaus bietet die historische Chance, einen authentischen Ort zu einem Museum, Lernort, Denkraum und Begegnungsort von überregionaler Bedeutung zu entwickeln. In Mainz verankert, europäisch orientiert und im transatlantischen Dialog vernetzt.

Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus
„Ich unterstütze ausdrücklich das Projektvorhaben das Elternhaus in Zukunft als Begegnungs-, Erinnerungs- und Gedenkort zu nutzen. Das Projekt ist ein wertvoller Beitrag für eine lebendige Erinnerungskultur, die im Kampf gegen Antisemitismus unerlässlich ist."
Empfehlungsschreiben vom 26. Mai 2025
Lesen Sie hier ausgewählte Artikel und Berichte über das Jahrhunderthaus Mainz.
Artikel 1
Ein authentisches Wohnhaus in Deutschland wird zum Brennglas eines Jahrhunderts. In seinen Räumen verdichten sich jüdische und nicht-jüdische Familienbiografien im Spiegel europäischer Zeitgeschichte. Ein unverwechselbarer Ort, der jetzt für die Zukunft gesichert werden muss.
Euro-Journal pro management, 02. Juli 2026


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